MOORE CENTURION Pressemeldungen
2026
Umfassende Verschärfungen im Finanzstrafgesetz
Die Verschärfungen im Finanzstrafgesetz sollen Steuerbetrug stärker bekämpfen.
Seit 2026 gelten höhere Grenzwerte für den Verkürzungszuschlag und auch zu Unrecht erklärte Verluste können als Abgabenhinterziehung bestraft werden. Zudem wurde das Recht auf Akteneinsicht erweitert, sodass Betroffene jederzeit Einsicht in ihre Unterlagen erhalten können.
Lesen Sie weiter Umfassende Verschärfungen im Finanzstrafgesetz
Wichtige Klarstellungen zur Forschungsprämie
Die Forschungsprämie wurde durch neue Klarstellungen in der Verordnung präzisiert.
Nur steuerlich anerkannte Aufwendungen dürfen in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden. Investitionen in Wirtschaftsgüter können entweder sofort oder über die jährliche Abschreibung berücksichtigt werden.
Lesen Sie weiter Wichtige Klarstellungen zur Forschungsprämie
Wohnungsmieten – was muss ab 1. April 2026 beachtet werden?
Die neuen Mietregelungen in Österreich bringen ab 2026 strengere Vorgaben für Wohnungsmieten im Mietrechtsgesetz.
Mieterhöhungen sind nur noch einmal jährlich zum 1. April und in begrenzter Höhe entsprechend der Inflation zulässig. Zudem wird die Mindestbefristung bei gewerblichen Vermietern auf 5 Jahre verlängert, private Vermieter bleiben flexibler.
Lesen Sie weiter Wohnungsmieten – was muss ab 1. April 2026 beachtet werden?
Kryptowährungen im Fokus der Finanzverwaltung
Die Besteuerung von Kryptowährungen in Österreich wurde verschärft.
Kryptoeinkünfte unterliegen seit 2022 dem Steuersatz von 27,5%, wobei ausländische Plattformen eine eigene Versteuerung erfordern. Seit 2026 müssen Kryptobörsen zudem Kundendaten melden, weshalb eine korrekte Steuererklärung wichtig ist.
Lesen Sie weiter Kryptowährungen im Fokus der Finanzverwaltung
Anhebung der Niedrigbesteuerungsschwellenwerte im Körperschaftsteuergesetz
Im Körperschaftsteuergesetz wird ab 1.1.2026 die Niedrigbesteuerungsschwelle einheitlich auf 15 % angehoben.
Dies betrifft sowohl die Befreiung von Gewinnausschüttungen und Veräußerungsgewinnen aus internationalen Schachtelbeteiligungen als auch das Abzugsverbot für Zins- und Lizenzzahlungen an konzernzugehörige Gesellschaften. Die neue Schwelle gilt für Wirtschaftsjahre und Aufwendungen, die nach dem 31.12.2025 anfallen.
Lesen Sie weiter Anhebung der Niedrigbesteuerungsschwellenwerte im Körperschaftsteuergesetz
Meldepflicht für Lizenzzahlungen ab 2026
Ab 1.1.2026 gilt eine Meldepflicht für Lizenzzahlungen und bestimmte andere Honorare an natürliche Personen oder Personenvereinigungen ohne eigene Rechtspersönlichkeit.
Unternehmen müssen diese Zahlungen bis Ende Februar des Folgejahres dem Finanzamt melden, damit die Steuerpflicht überprüft werden kann. Ausgenommen sind Zahlungen, die im Kalenderjahr insgesamt höchstens € 900,00 bzw. pro Leistung höchstens € 450,00 betragen.
Neue Trinkgeldpauschalen veröffentlicht
Für bestimmte Branchen gelten ab 1.1.2026 bundesweit einheitliche Trinkgeldpauschalen.
In der Gastronomie erhalten Mitarbeiter mit Inkasso 2026 € 65,00 und ohne Inkasso € 45,00, mit steigender Staffelung bis 2028, danach indexiert. Auch für Fußpfleger, Kosmetiker, Masseure, Friseure und Lenker im Personenbeförderungsgewerbe wurden einheitliche Pauschalen festgelegt.
Geräte-Retter-Prämie als Nachfolgemodell zum Reparaturbonus
Ab 12.1.2026 können private Haushalte die Geräte-Retter-Prämie für Reparaturen, Service und Wartung von Elektro- und Elektronikgeräten nutzen.
Gefördert werden 50 % der Kosten, bis maximal € 130,00 für Reparaturen und Service oder € 30,00 für Kostenvoranschläge. Die Beantragung erfolgt online, der Bon wird beim Partnerbetrieb eingelöst und die Förderung direkt aufs Bankkonto überwiesen.
Lesen Sie weiter Geräte-Retter-Prämie als Nachfolgemodell zum Reparaturbonus
Wichtige Tipps für die Arbeitnehmerveranlagung 2025
Die Arbeitnehmerveranlagung 2025 bietet die Möglichkeit, zu viel bezahlte Steuern zurückzuholen.
Nach Übermittlung des Jahreslohnzettels kann sie durchgeführt werden, um die Besteuerung an die tatsächlichen Verhältnisse anzupassen. Dabei können insbesondere Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und verschiedene Absetzbeträge steuermindernd geltend gemacht werden.
Lesen Sie weiter Wichtige Tipps für die Arbeitnehmerveranlagung 2025
Haftung eines Geschäftsführers im Insolvenzverfahren
In der Krise einer Gesellschaft rückt auch die persönliche Haftung der Geschäftsführung in den Fokus.
Grundsätzlich haftet die Gesellschaft selbst, bei schuldhafter Pflichtverletzung kann jedoch auch der Geschäftsführer persönlich herangezogen werden. Haftungsrisiken bestehen insbesondere bei verspäteter Insolvenzantragstellung, Zahlungen nach Insolvenzreife oder grob fahrlässiger Gläubigerbenachteiligung. Durch rechtzeitige Planung und sorgfältiges Handeln lässt sich das Haftungsrisiko begrenzen.
Lesen Sie weiter Haftung eines Geschäftsführers im Insolvenzverfahren
Achtung: Check aller geringfügigen Dienstverhältnisse mit Jahresbeginn
Zum Jahresbeginn 2026 sollten alle geringfügigen Dienstverhältnisse auf die Einhaltung der Geringfügigkeitsgrenze überprüft werden.
Die Geringfügigkeitsgrenze beträgt 2026 unverändert € 551,10 monatlich; bei Überschreitung entsteht Vollversicherungspflicht. Kollektivvertragliche Lohnerhöhungen können ein Überschreiten der Grenze auslösen. Arbeitgeber sollten Arbeitszeiten prüfen, Anpassungen rechtzeitig vornehmen und Änderungen dokumentieren.
Lesen Sie weiter Achtung: Check aller geringfügigen Dienstverhältnisse mit Jahresbeginn
Verschärfte Auslegung des VwGH zum Mantelkauftatbestand
Der VwGH legt den Mantelkauftatbestand bei Verlustvorträgen zuletzt deutlich strenger aus.
Er führt zum Untergang von Verlustvorträgen bei wesentlicher Änderung der steuerlichen Identität einer Körperschaft. Laut VwGH kann bereits eine Anteilsübertragung von über 50 % ausreichen, wenn neue Gesellschafter maßgeblichen Einfluss gewinnen. Entscheidend ist eine Gesamtbetrachtung der organisatorischen, wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Änderungen.
Lesen Sie weiter Verschärfte Auslegung des VwGH zum Mantelkauftatbestand
